Das Münchener Insitut für Wirtschaftsforschung teilte am Mittwoch mit, dass der Ifo-Index um einen halben Punkt auf 82,1 Punkte gefallen ist. Zwischen den rund 7000 befragten Unternehmer herrscht erneut die Meinung, dass die Wirtschaftslage sich verschlechtern wird. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn rechnet mit einer langdauernden Rezession: “Nach Ansicht der befragten Unternehmen ist die konjunkturelle Talsohle noch nicht erreicht”, sagte Sinn.
Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts fielen die Bauaufträge im Neugeschäft um 24,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Nachfrage im Hochbau trübte sich weiter und fiel um 30,9%. Die Zahl der Mitarbeiter in der Baubranche sank um 10.000 oder 1,4 Prozent auf 671.000.
Die Zahlen im ersten Quartal seien “so dramatisch schlecht”, dass der Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr schon rein rechnerisch kaum noch unter vier Prozent liegen könne, berichtete die “Süddeutsche Zeitung”. “Womöglich kommen wir sogar an fünf Prozent heran”, hieß es. Erst am Vortag hatte die “Bild”-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, intern gehe das Wirtschaftsministerium von einem Rückgang des BIP um vier bis 4,5 Prozent aus. Der Einbruch wäre damit doppelt so stark ausfallen wie bisher angenommen. (© Thomson Reuters 2009)
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